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VDV-Mitteilung 6605 [Print-Version] Leitlinien zum Pflanzenschutz bei den nichtbundeseigenen Eisenbahnen (Vegetationskontrolle)

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VDV-Mitteilung 6605 [Print-Version] Leitlinien zum Pflanzenschutz bei den nichtbundeseigenen Eisenbahnen (Vegetationskontrolle) Ausgabe 09/2018

Details

VDV-Mitteilung 6605 [Print-Version] Leitlinien zum Pflanzenschutz bei den nichtbundeseigenen Eisenbahnen (Vegetationskontrolle) Ausgabe 09/2018 Die nichtbundeseigenen Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) sind große Flächeneigentümer in Deutschland. Neben der überwiegenden Nutzung als Verkehrsflächen wie Gleise mit Randwegen, Bahnhöfe, Energieversorgungsanlagen und Verwaltungsgebäude, die zur Abwicklung des Eisenbahnverkehrs notwendig sind, kommen noch andere Flächennutzungen hinzu. So haben die EIU die Verkehrssicherungspflicht auch für streckennahe (z. B. für Böschungen oder biologische Sicherungsmaßnahmen), streckenferne (z. B. Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) sowie nicht mehr betriebsnotwendige Flächen (z. B. im Bereich von nach § 11 AEG stillgelegten Bahnanlagen) wahrzunehmen. Auf allen diesen Flächen können sich einzelne Pflanzen oder sogar komplette Vegetationsbestände mit typischen Lebensgemeinschaften entwickeln. Die Beschaffenheit des Oberflächenmaterials bzw. seiner Ausprägung und der Nutzung sind dabei bedeutende Einflussfaktoren für die Entwicklung der Vegetation auf diesen Flächen. Aus den unterschiedlichen Wirkungen, die von Pflanzen ausgehen können, ergibt sich das grundsätzliche Erfordernis einer flächenspezifischen Vegetationskontrolle, die den jeweiligen Flächeneigenschaften sowie den betrieblichen Nutzungsanforderungen Rechnung trägt. Auf den unbefestigten Flächen außerhalb der Gleise dienen Pflanzen als natürliche Sicherung bzw. als Stabilisator von Oberflächen gegen Erosion und leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Als „biologische Sicherungsmaßnahmen“ tragen diese Vegetationsbestände z. B. im Bereich von Bahndämmen oder –böschungen gleichzeitig zum Erhalt der betriebsnotwendigen Eisenbahninfrastruktur bei. Diese Flächen können naturschutzfachlich sehr wertvoll sein, denn sie sind aufgrund des dortigen Pflegeregimes (z. B. durch den Einsatz von Mäh-, Mulch- und Rückschnittverfahren) oft die letzten Rückzugsräume für geschützte Tier- und Pflanzenarten. Sie erfüllen darüber hinaus weitere wichtige Funktionen im Naturhaushalt, z. B. die Nutzung dieser Bereiche als abwechslungsreiche Bienenweiden und als Lebensräume für Nützlinge der Landwirtschaft. Der Bewuchs wird dort generell toleriert und ist – wie beschrieben – an vielen Orten sogar ausdrücklich erwünscht. Im sicherheitsrelevanten Bereich von Gleisanlagen oder gegenüber Drittgrundstücken kann holzartiger Aufwuchs jedoch zu Gefährdungen führen. Dort sind aus Gründen der Eisenbahnbetriebssicherheit entsprechende Kontrollen unerlässlich und daraus abgeleitete korrigierende Maßnahmen notwendig. Auf befestigten Flächen wie Bahnsteigen, Gehwegen und Parkplatzflächen kann Bewuchs z. B. durch Wurzelsprengung zu Schäden an den Bauwerken führen. Diese Schäden stellen eine potenzielle Gefahr für Mitarbeiter und Kunden dar. Diese Flächen müssen deshalb von unkontrolliertem Bewuchs frei gehalten werden und erfordern eine regelmäßige Vegetationskontrolle.

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